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Damals und Heute - Stromversorgung

Montag, den 23. Juni 2008 um 21:29 Uhr

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Die Stromversorgung - 24 Volt Starkstrom

Damals gab es auf Schiffen keine Stromversorgung wie heute. Ständig 220 Volt zu haben war Utopie und nur ganz selten (wenn überhaupt) zu finden. Eigentlich hatte man die nur wenn der Jockel (ein kleiner LKW Dieselmotor der den Generator antrieb) lief, aber wer möchte schon rund um die Uhr so einen lauten Diesel knattern und knallen hören ? Vielmehr war 24 Volt Batteriestrom an der Tagesordnung. Bei den Batterien handelte es sich um große Blockbatterien wie man sie noch heute in LKWs findet. Wir hatten damals 8 Stück davon an Bord die in Reihe geschaltet waren so das wir zwei bis drei Tage mit dem gespeicherten Strom auskamen wenn das Schiff mal länger lag. Es gab Fernseher die auf 24 Volt umgerüstet waren oder man benutzte einen Umformer den man dazwischenklemmte. Ebenso lief das Radio nur über Umformer oder reichlich 1,5 Volt Batterien. Licht lief ebenfalls über 24 Volt, ebenso die gesammte Bordelektronik. Aufgeladen wurden diese Batterien hauptsächlich wärend der fahrt durch die Hauptmaschine an der ein Generator gekoppelt war, oder eben durch den kleinen Dieselmotor. Sollten die 24 V. Batterien an Leistung verloren haben sah man das direkt an der Beleuchtung, es wurde immer dunkler. Es gab nicht vieles was mit Strom lief, nicht das Ihr jetzt denkt der Herd, der Kühlschrank und die Heizung liefen über Strom, nee nee... Dazu später mehr.

Heute ist es auf Schiffen so das gleich mehrere Generatoren, meist 2, manchmal auch 3, an Bord sind die abwechselnd laufen und rund um die Uhr 380 Volt erzeugen. Runtergeregelt mit einem Transformator auf 220 Volt steht es heute an jeder Steckdose ständig zur verfügung. Umformer im Fernseher, difuse Beleuchtung und 24 Volt Geräte gehören der Vergangenheit an. Im vergleich zu damals sind die Generatoren auch um einiges leistungsstärker und vor allem leiser geworden. "Silent Pack" ist sicher manchem ein Begriff.