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Reedereien ohne eigenes Personal
Montag, den 23. Juni 2008 um 23:32 Uhr
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Wenn einer eine arbeit sucht - dann kann er was erzählen.
So erging es auch mir vor längerer Zeit als ich mich aufmachte mir einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Nicht weil ich langeweile hatte, sondern weil mein Zeitvertrag bei meinem damaligem Arbeitgeber in zwei Monaten auslaufen würde, suchte ich nach einem neuen Arbeitsplatz. Was ich dabei erlebt habe schlägt fast alles.
Meine erste Informationsquelle bei der Suche nach Arbeit ist das Internet. Auf dem Portal der Arbeitsagentur findet man die meisten Stellenausschreibungen für den Bereich Binnenschifffahrt. Ich wunderte mich ein wenig darüber das ich dort nicht ein einziges Angebot der großen Firmen in der Binnenschifffahrt finden konnte, denn genau die waren mein Ziel. Was ich fand waren Angebote von Partikulieren, Frachtschifffahrt die Saisonarbeiter suchen, und einige Angebote aus der Fährschifffahrt, auch viele der bekannten Krauter die man am besten gar nicht erst anruft.
Nachdem ich mir einige Angebote ausgedruckt hatte setzte ich mich in Ruhe hin und fing an zu telefonieren. Wie bei jedem Gespräch klingt am Anfang alles wunderbar und toll, ich hatte selten das Gefühl das ich mit der Stelle nicht glücklich werden würde, bis... ja genau... bis es zu der Lohnfrage kommt. In jedem Angebot steht: "Lohn nach Vereinbarung". Darunter kann man sich natürlich vorstellen was man will. Es wird einem kein Lohn vorgegeben sondern man wird gefragt was man an Lohn erwartet. Lange Rede, kurzer Sinn: Es läuft bei fast allen auf weit unter 1000 € hinaus. Das niedrigste Angebot lag bei 600 € und dort wurde nicht mal Schichtarbeit angeboten. Ich wäre also, bis auf den Jahresurlaub, immer an Bord gewesen. Beliebtes Argument dieser Abzocker ist zum Beispiel: "Ich bekommen einen Tschechen schon für 800 €". Nein, das ist kein Witz, das habe ich mehrfach zu hören bekommen. Bei sowas platzt mir dann meist der Kragen und dementsprechen schnell ist das Gespräch dann auch beendet.

