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Binnenschifffahrt Nachrichten
Aktuelle Nachrichten und Informationen rund um die Binnenschifffahrt.
Binnenschifffahrt vor einer Pleitewelle
Mittwoch, den 06. Januar 2010 um 11:49 Uhr
Eine Pleitewelle sehen Binnenschiffer auf sich zuschwappen. Durch die Wirtschaftskrise nicht mehr tilgbare Bankkredite und Billigkonkurrenz aus Holland drohen der Branche. Schon werden bei Partikulieren Stimmen laut, die den geplanten Regio Port als Investitionsruine absaufen sehen.
„Die Lage ist jetzt schwierig“, sagt Jürgen Schlieter aus Hille, Vorsitzender des Bundes der Selbstständigen-Abteilung Binnenschifffahrt (BDS). Durch die Wirtschaftsflaute seien die Transportentgelte bis zu 60 Prozent gefallen. Wer in den vergangenen Jahren Investitionen auf Kreditbasis getätigt habe, sei in Schwierigkeiten geraten. In den Niederlanden beließen Banken Partikuliere nur noch deshalb an der wirtschaftlichen Existenz, damit sie wenigstens den Schuldzins zahlten. „Bei uns ist zurzeit die Frage, bei welchem Preis ein Unternehmer überhaupt noch wirtschaftlich leben kann.“
Revierzentrale erweitert Zuständigkeit
Freitag, den 01. Januar 2010 um 21:24 Uhr
Die Revierzentrale im Wasser- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein ist ab dem 1. Januar 2010 für ein größeres Wasserstraßennetz zuständig. Die Meldepflicht für Binnenschiffer wird auf den Dortmund-Ems-Kanal von Bergeshövede bis Papenburg erweitert.
Zusätzlich dehnt sie sich auf den Küstenkanal von Dörpen bis Oldenburg aus. 700 Kilometer Wasserstraßen im Meldebereich. „Damit vergrößert sich das Wasserstraßennetz, das wir betreuen, um 186 Kilometer”, erläutert Bernd Schönfelder, der für die Revierzentrale verantwortliche Ingenieur.
Meldesystem geschaffen
„Für insgesamt rund 700 Kilometer nehmen unsere nautischen Mitarbeiter rund um die Uhr Meldungen der Binnenschiffer entgegen.” Eine wichtige Aufgabe der Revierzentrale ist es bei Schiffsunfällen, die für die Einsatzkräfte relevanten Informationen zur Verfügung zu stellen. Hierfür wurde das Melde- und Informationssystem Binnenschifffahrt geschaffen. In dieser Datenbank werden Transportdaten wie Schiffabmessungen, Ladungsdaten, gegebenenfalls
Angaben zum Gefahrgut und Anzahl der an Bord befindlichen Personen gespeichert. Verlässt das Schiff auf seiner Reise den Bezirk der Revierzentrale Duisburg, werden diese Daten automatisch an die Nachbarzentrale übermittelt.
Binnenschifffahrt macht nur noch 6% des Güterverkehrs aus
Montag, den 16. November 2009 um 15:11 Uhr
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aufgefordert, die laufenden Maßnahmen zur Vertiefung der Fahrrinne an der Mittelelbe, den Bau des Saale-Elbe-Kanals und Planungen für eine Donau-Staustufe zwischen Straubing und Vilshofen zu stoppen. Eine Fortsetzung dieser Projekte widerspreche dem schwarz-gelben Koalitionsvertrag, in dem sich die Regierungsparteien auf den Schutz von Flussauen und Flusstälern verständigt hätten. Das Vorhaben der Koalition, der Wasserstraßenverwaltung neue Aufgaben beim Auenschutz und bei der ökologischen Hochwasservorsorge zu übertragen, wurde vom BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger begrüßt. Aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit der Elb-Schifffahrt müssten vor allem in diesem Bereich die Verwaltungskapazitäten umgeschichtet werden.
Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) kommt in einer Untersuchung der Wirtschaftlichkeit von Baumaßnahmen an Elbe und Saale zu dem Schluss, dass sich die Elbschifffahrt aufgrund des Klimawandels immer weniger rechne. Das Fazit der vom BUND unter dem Titel “Binnenschifffahrt auf Elbe und Saale – Strombaumaßnahmen in der Diskussion” herausgegebenen Wirtschaftlichkeitsanalyse ist eindeutig: Die zunehmende Klimaerwärmung stellt den Schiffsverkehr auf der Elbe generell in Frage und macht damit sowohl Maßnahmen zur Elbvertiefung als auch den Bau eines Saale-Elbe-Kanals obsolet. “Die Elbe ist eine hoch subventionierte Bundeswasserstraße ohne nennenswerten Verkehr”, sagte Ulrich Petschow, Forschungsleiter Umweltökonomie am IÖW.
Was Lehrlinge verdienen
Montag, den 09. November 2009 um 18:57 Uhr
Zwei Lehrlinge, zwei Welten: Während Binnenschiffer Tim, 23, für 1000 Euro im Monat über den Rhein schippert, schneidert Antonia, 18, an ihrer Nähmaschine für 200 Euro Kostüme. Eine neuer Gehaltsvergleich zeigt, wie weit Azubi-Gehälter auseinander klaffen.
Antonia ist ständig knapp bei Kasse. Dabei arbeitet die 18-Jährige schon seit zwei Jahren in der Schneiderei ihrer Eltern. 200 Euro bekommt die Auszubildende monatlich für neun Stunden Arbeit am Tag - ein ganz normales Tarifgehalt, dasselbe, das schon seit 1997 gezahlt wird, wie Antonia erzählt.
Dafür geht Antonia an zwei Tagen in der Woche in die Berufsschule, paukt Fachbegriffe der Textilindustrie auf Englisch und lernt, wie man mit Kunden umgeht. An den anderen drei Wochentagen sitzt sie vor der Nähmaschine. Ganz am Anfang durfte sie nur Röcke nähen, dann kamen auch Hosen hinzu. Mittlerweile ist sie gut genug, auch Jacketts herzustellen. "Mein Gehalt reicht hinten und vorn nicht, aber ich bin froh, überhaupt eine Ausbildungsstelle zu haben", sagt sie.
Förderprogramm zur verbesserten Navigation
Donnerstag, den 05. November 2009 um 13:07 Uhr
Bundesverkehrsministerium startet Förderprogramm zur verbesserten Navigation.
Mit dem jetzt gestarteten Förderprogramm soll die Binnenschifffahrt modernisiert und die Ausstattung der Wasserfahrzeuge mit automatischen Identifikationssystemen (AIS: Automatic Identification System) finanziell unterstützt werden. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums können im Rahmen des Programms eine Zuwendung von maximal 2.100 Euro für den Erwerb und die Installation von Inland AIS Geräten pro Binnenschiff erhalten.
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