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Binnenschifffahrt Nachrichten
Aktuelle Nachrichten und Informationen rund um die Binnenschifffahrt.
Finanzkrise trifft die Binnenschiffer hart
Dienstag, den 04. August 2009 um 22:29 Uhr
Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hinterlässt Spuren in der Binnenschifffahrt. Die Beförderungsleistung auf den deutschen Flüssen und Kanälen sank im ersten Quartal 2009 um knapp 25 Prozent auf zwölf Milliarden Tonnenkilometer im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die transportierte Menge ging dabei um über 19 Prozent zurück. Die größten Einbußen gab es in den Produktgruppen „Eisen, Nichteisen-Metalle”, „Erze, Metallabfälle”, „Düngemittel” und „Steine und Erden”. Auch der Containerverkehr verzeichnet im ersten Quartal einen Rückgang von über 25 Prozent auf 415 000 Einheiten.
Der in Ruhrort ansässige Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt (BDB) spricht bereits von „einer der schwersten Krisen der Binnenschifffahrt in der Nachkriegszeit”. Eine konjunkturelle Erholung sei derzeit noch nicht in Sicht. Nach zwei sehr guten Jahren für die deutsche Binnenschifffahrt gerieten immer mehr Partikulierunternehmen in Zahlungsschwierigkeiten. Partikuliere sind selbstständige Schiffseigner mit selten mehr als einem Schiff.
Nur eine Folge des Konjunktureinbruchs
Nach Überzeugung des BDB sind die schrumpfenden Mengen im Güterverkehr sowie rapide sinkende Frachtraten aber kein Anzeichen für ein strukturelles Problem in der Binnenschifffahrt, sondern allein die Folgen eines verkehrsträgerübergreifenden konjunkturellen Einbruchs, wie ihn auch die Bahn treffe. „Es ist nicht zu erkennen, dass es sich um Probleme handelt, die speziell dem Binnenschifffahrtsmarkt zu eigen sind", teilte der Duisburger Reeder und BDB-Präsident Dr. Gunther Jaegers dem Bundesverkehrsministerium mit.
Trotz der derzeit schwierigen Lage sei mittelfristig davon auszugehen, dass mit Einsetzen der konjunkturellen Erholung heute im Hafen liegender Schiffsraum von der verladenden Wirtschaft schrittweise wieder benötigt werde. Maßnahmen wie etwa die Abwrackung von Schiffsraum würden der derzeitigen Marktlage kaum einen spürbaren Nutzen zeigen.
Havarie in Wesseling
Samstag, den 13. Juni 2009 um 14:01 Uhr
Zwei Tankschiffe sind am frühen Morgen des Fronleichnamstages auf dem Rhein in Höhe von Wesseling zusammen gestoßen. Eines der Schiffe, so die Polizei, war mit 1 000 Tonnen Biodiesel beladen.
Die Feuerwehr Wesseling rückte mit einem Mehrzweckboot aus. Zusätzlich wurde das Boot der Feuerwehr Brühl und die Löschboote der Berufsfeuerwehren Bonn und Köln mit in diesen Einsatz aufgenommen. Nach ausgiebiger Erkundung konnte dann Entwarnung gegeben werden. Die Schiffe waren zwar kollidiert, aber es kam zu keinem größeren Schaden - ein Leck hatte keines der Schiffe.
Binnenschiffer wracken Schiffe ab
Samstag, den 02. Mai 2009 um 11:14 Uhr
Duisburg. Die deutsche Binnenschifffahrt klagt über die Folgen der Wirtschaftskrise. In den ersten drei Monaten des Jahres lag der Rückgang der Gütermenge bei durchschnittlich 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2009 wird mit einem Minus von vier bis fünf Prozent gerechnet. Im vergangenen Jahr hatte der Güterumschlag bei 245,6 Millionen Tonnen gelegen.
Flaute auf dem Rhein weitet sich aus
Donnerstag, den 30. April 2009 um 23:13 Uhr
Duisburg. Die Krise trifft auch die Binnenschiffer: Es gibt derzeit ein Viertel weniger zu transportieren, und die Preise sind im Keller. Den Duisburger Hafen trifft es beim Stahl. Für manch einen in der Branche geht es um die Existenz.
Mangel an Fachkräften droht
Montag, den 27. April 2009 um 17:18 Uhr
Der deutschen Binnenschifffahrt droht der Nachwuchs auszugehen. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Bundesamtes für Güterverkehr (BAG), der sich mit der Personalsituation im Gewerbe befasst. Vor allem kleinere Unternehmen hätten kaum Interesse an der Ausbildung.
Während bei großen Reedereien der Güterschifffahrt sowie bei Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen des Bundes teilweise über den eigenen Bedarf hinaus ausgebildet wird, sieht es bei kleinen Betrieben eher finster aus, hat das BAG festgestellt. Da schlügen auch die Bemühungen des Bundes nicht an, den steigenden Fachkräftebedarf im Binnenschifffahrtsgewerbe unter anderem durch Beihilfen zur Ausbildungsförderung zu decken. Der Umstand, dass ein Schiffsführer in den kommenden Jahren in den Ruhestand tritt, reiche für die Unternehmen nicht aus, schreibt das BAG.
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