Suche nach

Translate to

DruckenE-Mail

Der Rhein bekommt ein Bypass

Freitag, den 18. April 2008 um 00:00 Uhr

Rees - 18.4.2008

Mehr als 3000 Meter lang, 120 bis 150 Meter breit - der Durchstich von Reeserschanz gegenüber von Rees ist ein Großprojekt. Dafür liegt jetzt der Planfeststellungsbeschluss aus. Die letzte Hürde, bevor die Flutmulde dann realisiert werden kann.

Der „Patient“ Rhein hat seit vielen Jahrzehnten ein Problem. Vor Rees muss er sich durch eine Biegung quälen. Es wird eng für den Fluss, der sich daher immer tiefer in den Boden eingräbt. Erosion nennt sich das langsame Abtragen des Bodens, der immer wieder aufwändig repariert werden musste. Daher soll dem „Patienten“ durch einen Bypass wieder Luft verschafft werden, wie es Dieter Abel vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) plastisch beschreibt.

Die Flutmulde ist dieser Bypass und bildetet einen gigantische Durchstich von Obermörmter bis Reeserschanz, der dem Rhein eine zusätzliche Abflussmöglichkeit bietet. Außerdem soll dadurch gleichzeitig Druck von der Reeser Stadtmauer genommen werden.

Vor dem Startschuss

Nachdem für dieses Großprojekt viele Jahre geplant wurde, geht es jetzt an die Realisierung. Der Planfeststellungsbeschluss liegt ab Montag aus. Damit ist der Beginn der Baumaßnahme in Sicht. „Derzeit gehen wir davon aus, dass um Juni/Juli herum die endgültige Genehmigung vorliegt“, erläutert Dieter Abel vom WSA, das bei der Flutmulde federführend ist. Geht alles glatt, folgt im Herbst die Ausschreibung der Arbeiten, die dann 2009 beginnen könnten.

Schon jetzt ist klar, dass die Abgrabung der Flutmulde in kleinen Schritten erfolgen soll. Start ist an der Auskiesung auf Reeserschanz. Von dort setzten sich die Arbeiten Richtung Obermörmter fort. Gegenüber Reeserschanz trifft man wieder auf den Rhein. Dort wird der Beginn der Flutmulde sein.

Fünf Jahre Bauzeit rechnen die Experten ein und versichern, dass die Beeinträchtigungen möglichst gering gehalten werden. „Die Sicht von der Reeser Promenade auf Reeserschanz wird nicht verändert. Touristen werden gar nicht merken, dass dahinter Bagger im Einsatz sind“, sagt Abel. Auch der Fährbetrieb könne weiterlaufen.

Der Abtransport des Materials wird zudem fast ausschließlich per Schiff erfolgen, so dass es keinen zusätzlichen Lastwagenverkehr in Reeserschanz geben wird.

Quelle: RP-Online

 


Teilen
Share on MyspaceDer Rhein bekommt ein Bypass - In den VZ Netzwerken zeigen.Der Rhein bekommt ein Bypass - Ihren XING-Kontakten zeigenDer Rhein bekommt ein Bypass - Bei Wer kennt wen teilenDer Rhein bekommt ein Bypass - Auf Delicious teilen





Trackback(0)
Kommentare (0)Add Comment

Kommentar schreiben
kleiner | groesser

busy