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Mit vollem Öltank auf Buhne gefahren

Mittwoch, den 23. April 2008 um 00:00 Uhr

Schwerin -  23.4.2008

Am späteren Montagabend konnte das Tankmotorschiff "Luka" endlich aus seiner misslichen Lage auf der Elbe bei Gnevsdorf befreit werden. Es war mit 1227 Tonnen leichtem Heizöl an Bord auf eine Buhne gefahren.

"Das war schon eine schwerere Havarie, hätte böse ausgehen können", resümierte gestern auf "Prignitzer"-Nachfrage Hubert Finke, Leiter des Außenbezirkes Wittenberge des Wasser- und Schifffahrtsamtes Magdeburg.

Auf einer Dienstfahrt in die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt war er am Montag kurz vor 12 Uhr telefonisch von dem havarierten Schiff unterrichtet worden. "Die ,Luka’ war mit ihrer Ladung von Hamburg in Richtung Magdeburg unterwegs. Der Bruder des Schiffsführers hatte das Steuer übernommen und wollte auf der Bergfahrt den Weg abkürzen. Doch bei einem Tiefgang des Schiffes von 2,52 Metern hatte er offensichtlich die Lage der Buhnen falsch eingeschätzt", beschreibt Finke, wie es zu der Havarie kam.

Die Elbe hatte am Montag einen Wasserstand von 4,78 Metern, die Buhnen waren um etwa zwei Meter überströmt, wie es fachlich heißt. So fuhr das Tankmotorschiff bei Elbkilometer 438 in Höhe von Gnevsdorf auf eine Buhne am sachsen-anhaltinischen Ufer auf.

Schiff kam in Schräglage"Das Schiff drehte sich um 90 Grad, trieb auf eine unterhalb liegende Buhne, lag quer zum Strom und geriet dadurch in Schräglage", erklärt Finke die Situation vor Ort. Versuche des Schiffsführers, allein wieder freizukommen, schlugen auf Grund der Ladung fehl.

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