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Schiffshavarie: Feuerwehr kämpft gegen Dieselteppich

Freitag, den 18. Juli 2008 um 09:54 Uhr

Hamburg - Nach dem Zusammenstoß zweier Schiffe auf der Elbe will die Hamburger Feuerwehr heute die Bergung der 120 Tonnen Diesel fortsetzen, die bei dem Unglück ausgetreten sind. Am Mittwoch hatte sich ein Dieselölteppich von zeitweise zehn Kilometern Länge gebildet, der auf Hamburg zutrieb.


Am Abend hatte die Feuerwehr deshalb versucht, einen Teil des Treibstoffes mit Ölsperren in einen kleinen Hafen vor Hamburg umzuleiten, um ihn dort abzupumpen. Der Hamburger Umweltbehörde liegen noch keine Angaben über schwere Umweltschäden vor. Der BUND sprach hingegen von einem «der schwersten Unfälle der letzten 20 Jahre auf der Unterelbe».Mit Ölsperren war versucht worden, den Diesel vom Hamburger Hafen und den Naturschutzgebieten fernzuhalten. Die Feuerwehr ging von einem langen Einsatz aus. Sie wartete bis zum Abend, damit die Flut von der Nordsee her den Fluss wieder auflaufen ließ und das Öl dadurch einfacher in den Hafen geleitet werden konnte.Am Mittwochmorgen war bei Geesthacht ein Tankschiff mit einem Frachter aus noch ungeklärter Ursache zusammengestoßen. Nach Polizeiangaben gab es keine Hinweise auf Alkoholkonsum bei den beiden Kapitänen. Beide Schiffe hatten sich jeweils an der Steuerbord-Seite berührt. Der Anker des Frachters «Aldebaran» riss dabei ein Leck in das Tankschiff «Undine» und beschädigte vier Tanks. Die Feuerwehr hatte zwei Ölbekämpfungsschiffe im Einsatz, die Polizei setzte einen Hubschrauber ein. «Die Polizei beobachtet aus der Luft, wohin sich der Diesel bewegt», sagte Braun.Laut Umweltbehörde bestand für die Anwohner keine Gefahr. «Der vom Dieselkraftstoff ausgehende Gestank ist unangenehm, aber gesundheitlich unbedenklich», hieß es. Das Ausmaß der Schäden für die Natur sei noch nicht abzusehen. Besonders gefährdet war das Naturschutzgebiet Heuckenlock an der Süderelbe. Es ist eines der letzten Süßwasser-Wattgebiete Europas und gilt als Perle unter den Naturschutzgebieten Hamburgs. Das Biotop erstreckt sich über drei Kilometer entlang der Elbe vor den Toren der Hansestadt.Insgesamt hatte der Tanker 920 Tonnen (ca. 1 Million Liter) Diesel geladen. Das Schiff erreichte den Schleusenkanal in Geesthacht (Schleswig-Holstein). Feuerwehr und Wasserschutzpolizei dichteten die Lecks ab und pumpten den restlichen Kraftstoff ab. Die «Aldebaran», die in Richtung Cuxhaven fuhr, legte nach dem Unfall in Hamburg an.


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