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Hafen Rotterdam: Binnenschiffe müssen Landstrom beziehen
Freitag, den 16. Oktober 2009 um 20:19 Uhr
Der Rotterdamer Hafen setzt seine umweltpolitischen Zielsetzungen konsequent um.
Noch in diesem Jahr sollen 450 Binnenschiffsliegeplätze mit einer entsprechenden Landstrom- Infrastruktur ausgerüstet sein, teilte der Hafenbetrieb Rotterdam (HbR) mit. Damit nicht genug: Der HbR will erreichen, dass künftig alle Binnenschiffe, die an einem Liegeplatz festmachen wollen, ihren Bedarf an elektrischer Energie über Landstrom beziehen. Eine entsprechende Verpflichtung findet sich in der neuen „Hafenordnung“, die allerdings noch durch den Rotterdamer Stadtrat verabschiedet werden muss. Das gesetzliche Rahmenwerk löst die aus dem Jahr 2004 stammende „Hafenordnung“ ab.
Bis 2050 will der Rotterdamer Hafen seinen CO-2-Ausstoß um rund 80 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 verringern, kündigte HbR-Generaldirektor Hans Smits jetzt an. Der Hafenbetrieb und die niederländische Umweltschutzvereinigung „Vereniging Milieudefensie“ setzen sich gemeinsam für dieses Ziel an. In einem Schreiben an die niederländische Regierung fordern HbR und die Umweltschutzgruppierung, dass die Schifffahrt auch Bestandteil des Internationalen Kyoto-Klimaschutzprogramms wird. Smits wies darauf hin, dass die Schifffahrtsindustrie international agiere. Folglich könnten Verbesserungen etwa auf dem Gebiet der Luftreinhaltung nur über international verbindliche Vereinbarungen erreicht werden.






