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Förderprogramm zur verbesserten Navigation

Donnerstag, den 05. November 2009 um 13:07 Uhr

Bundesverkehrsministerium startet Förderprogramm zur verbesserten Navigation.

Mit dem jetzt gestarteten Förderprogramm soll die Binnenschifffahrt modernisiert und die Ausstattung der Wasserfahrzeuge mit automatischen Identifikationssystemen (AIS: Automatic Identification System) finanziell unterstützt werden. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums können im Rahmen des Programms eine Zuwendung von maximal 2.100 Euro für den Erwerb und die Installation von Inland AIS Geräten pro Binnenschiff erhalten.

AIS ist ein Funksystem, das durch den Austausch von Navigations- und anderen Daten die Sicherheit und die Lenkung des Schiffsverkehrs verbessern soll. Seit Mitte 2008 sind alle Berufsschiffe über 300 BRZ (Bruttoregistertonnen) in internationaler Fahrt bzw. über 500 BRZ in nationaler Fahrt verpflichtet, eine AIS-Anlage zu betreiben. Auch Schiffe, die länger als 20 m sind oder mehr als 50 Passagiere an Bord haben, müssen damit ausgerüstet sein.

Durch die AIS-Technik sollen Begegnungen und Überholungen besser und frühzeitiger koordiniert und die vorhandene Wasserstraßeninfrastruktur effizienter genutzt werden können. Das System übermittelt den Schiffsführern schnellere und genauere Informationen über die anderen Schiffe in ihrer Umgebung als Radar, da es ein aktives System ist. Darüber hinaus kann dadurch der Schleusenablauf besonders an Eingangsschleusen optimiert, Kollisionsgefahren verringert oder Havarien zügiger abgewickelt werden.

Das Projekt ist eine Kooperation zwischen den beiden größten Binnenschifffahrtsnationen Deutschland und den Niederlanden. Ziel ist es, ab 2013 eine Ausrüstungs- und Benutzungspflicht von Inland AIS auf deutschen und internationalen Binnenschifffahrtsstraßen verbindlich einzuführen. Die Förderung von Inland ECDIS Geräten, mit denen die Verkehrslage auf elektronischen Karten dargestellt werden kann, ist nicht enthalten. Förderanträge können bis spätestens 1. November 2010 bei der Wasser- und Schifffahrtsdirektion West in Münster eingereicht werden.

Für die Fördermaßnahme stehen in den Jahren 2009 bis 2011 insgesamt bis zu 5,88 Millionen Euro aus EU-Mitteln, TEN-T (Trans europäisches Netzwerk für Transport) und aus dem Konjunkturpaket II (KP II) zur Verfügung.


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Kommentare (1)Add Comment
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geschrieben von Nico , 05 November, 2009
Hallo

Das System übermittelt den Schiffsführern schnellere und genauere Informationen über die anderen Schiffe in ihrer Umgebung als Radar, da es ein aktives System ist.

Super, noch ein Monitor mehr der ständig beobachtet werden muss. So lange das nicht im Radar (sehr ungünstige Lösung) oder ins Tresco (besser) integriert ist, halte ich das für eine unausgereifte Lösung. Das AIS Display muss dauernd mit dem Radarbild ab geglichen werden, wer hat im Nebel die Zeit und die Lust dazu?

Bei uns war man so intelligent und hat das Gerät 2 Meter neben den Fahrstand montiert. Sauber gemacht, kann ich nur sagen.

Man sollte mal die Endbenutzer fragen was - und wie - sie sich solch ein Gerät wünschen, dann käme auch was praxistaugliches dabei raus.

Nico

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