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Wasserschutzpolizei Duisburg
Aktuelle Nachrichten der Wasserschutzpolizei Duisburg.
Brückenspringer / Schiffsanschwimmer
Freitag, den 23. Juli 2010 um 16:23 Uhr
Die ganze Woche war die Wasserschutzpolizei auch mit Unterstützung von Kollegen der Landpolizei (siehe Bild) auf den Kanälen unterwegs, um bei dem schönen Sommerwetter die Brückenspringer und Schiffsanschwimmer wenigsten halbwegs im Zaum zu halten. Gleich zwei Verletzte Brückenspringer in den letzten Tagen machen deutlich, wie gefährlich diese Aktionen sein können.
Allein auf dem Rhein-Herne Kanal in Essen schrieben die Beamten am Freitag innerhalb von drei Stunden 15 Ordnungswidrigkeitenanzeigen und erteilten uneinsichtigen Jugendlichen 37 Platzverweise.
Das anhaltend schöne Wetter und dazu noch die Sommerferien locken die Badenden in Scharen an die Kanäle in NRW. Die Schifffahrtstraßen werden zum überdimensionalen Freibad.
In Lebensgefahr bringen sich dabei allerdings diejenigen, die beispielsweise von 22m hohen Brückenbögen in nur 4-5m tiefes Wasser springen oder 100m lange Binnenschiffe anschwimmen ohne zu bedenken, dass Sog und Wellenschlag selbst einen guten Schwimmer leicht in Richtung Schiffsschraube ziehen bzw. an die steinige Uferböschung drücken kann.
Auch kurz vor einem Schiff ins Wasser zu springen kann ins Auge gehen, denn der "Bremsweg" eines Schiffes beträgt mehrere hundert Meter. Das gilt genauso, wenn man in alkoholisiertem Zustand mal eben vor einem Schiff den Kanal durchschwimmen will.
Die Wasserschutzpolizei warnt daher zu Ihrer Sicherheit: - halten Sie sich von den Schiffen fern - springen Sie nicht von den Brücken - gehen Sie nicht alkoholisiert baden!
Die Wasserschutzpolizei in NRW ist ab sofort wieder verstärkt an den Wasserstraßen im Einsatz und wird Fehlverhalten rigoros mit Platzverweisen sowie Ordnungswidrigkeiten- oder auch Strafverfahren ahnden.
Motorboot gefährdet Schiffsverkehr in Duisburg
Donnerstag, den 06. Mai 2010 um 12:39 Uhr
Am Sonntag, 02.05.2010, gegen 16:15 Uhr, zwang eine Motoryacht gleich zwei Binnenschiffe zum Notmanöver. Die Yacht befuhr den Rhein aus Richtung Düsseldorf kommend, etwa in Höhe Krefeld, in Schlangenlinien zu Tal und einem Motorschiff direkt vor den Bug. Der Schiffsführer konnte einen Zusammenstoß nur durch „Maschine voll zurück“ verhindern. Nun drehte die Yacht und fuhr ungebremst mittschiffs in die Sterbordseite des Motorschiffes. Mit stark eingedrücktem Bug nahm die Yacht wieder Fahrt auf und zwang nun ein talfahrendes Tankmotorschiff zum Notmanöver. Anschließend stieß die litauische Yacht oberhalb von Huckingen noch gegen einen vor Anker liegenden Schubleichter, bevor sie sich bei Rhein km 769,4 festfuhr.
Binnenschiff mit Steinen beworfen, zwei Jugendliche festgenommen
Dienstag, den 27. April 2010 um 16:35 Uhr
Am Freitag (23.04.), gegen 18:45 Uhr, bewarfen zwei Jungen aus einer größeren Gruppe heraus bei Rhein-km 644, Bonn-Mehlem, ein vorbei fahrendes Motorschiff mit Steinen und beschädigten dabei den Lack des Schiffes. Wasserschutzpolizei und Streifenwagen der Polizei Bonn nahmen sofort die Suche nach den Tätern auf und es gelang, zwei Jugendliche aus Bonn, 15 und 16 Jahre alt zu ermitteln.
Treibstoffdieb erwischt
Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 10:51 Uhr
Am Datteln-Hamm-Kanal bei km 10,1, Ortslage Lünen, ging Beamten der Wasserschutzpolizei gestern, gegen 19:50 Uhr, ein Kraftstoffdieb ins Netz.
Der 48-Jährige war mit seinem PKW Mazda auf den Leinpfad zu einer Baustelle in Höhe der Brücke Brunnenstraße gefahren und hatte von dem dort an der Spundwand befestigten Baggerponton etwa 90 Liter Kraftstoff abgezapft. Beim Eintreffen der Polizei befüllte er gerade mit einer Zapfpistole den Fahrzeugtank. Weitere 70 Liter hatte er bereits in Plastikkanistern im Kofferraum verstaut.
Pikantes Detail am Rande: Der Baggerführer kannte sich auf solchen Baustellen bestens aus, er ist (noch) Angestellter der bestohlenen Baufirma.
Wassereinbruch
Montag, den 01. Februar 2010 um 19:48 Uhr
In Minden bei MLK-km 100,7 am Südufer (etwa unterhalb der Feuerwehr) liegt das deutsche Gütermotorschiff "Bostan" fest. Es ist beladen mit 828 t Aluminiumoxid. Durch die Eislage bedingt hat es am Mittwoch, 27.01.2010, eine Leckage im Laderaum gegeben, wo in der Folge Wasser in den Laderaum eindrang.
Dies konnte durch den Schiffsführer selbst mittels Pumpen eingedämmt werden. Um das Schiff auf einer Werft reparieren zu können, wurde begonnen, dass Schiff mittels Kran zu entladen.
Am Wochenende ist der Schaden jedoch größer geworden. Das führt zu der derzeitigen Situation, dass die Feuerwehr am Betriebsweg steht und Pumpenhilfe leistet, während ein Bagger des Wasser- und Schifffahrtsamtes Minden die Ladung aus dem Schiff in LKW schaufelt.
Derzeit gehen die Beteiligten davon aus, dass dieser Zustand noch einige Stunden andauern wird. Ob das Schiff mit Unterstützung von Eisbrechern nach dem Entladen durch die Schleuse zu einer Werft gebracht werden kann oder vor Ort repariert werden muss, muss im Laufe des Tages entschieden werden.
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