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Schubschiff sank innerhalb weniger Minuten (Update)

Freitag, den 31. Juli 2009 um 10:01 Uhr

Am Donnerstag, den 30.07.2009, gegen 17.45 Uhr, wurde bei einem Anlegemanöver an ein 110 m langes Gütermotorschiff in Höhe Duisburg-Homberg ein 15 m langes Schubschiff aus bisher unbekannten Gründen unter Wasser gedrückt und begann sofort zu sinken.

Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich selbstständig in Sicherheit bringen. Ein Besatzungsmitglied verletzte sich dabei und wurde vorsorglich einem Krankenhaus zugeführt. Neben einem Boot der Wasserschutzpolizei waren, ein Feuerlöschboot, ein Peilboot des Wasserschifffahrtsamtes und ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Es kam bisher zu keiner Gewässerverunreinigung.

Update:

Es muss ganz schnell gegangen sein: Am Donnerstag gegen 17.45 Uhr sank nahe am Homberger Rheinufer ein 15 Meter langes Schubschiff aus nach wie vor nicht ganz geklärten Gründen. Den zwei Besatzungsmitgliedern gelang es, schwimmend ans Ufer zu gelangen. Einer erlitt eine Verletzung am Rücken und wurde im Krankenhaus behandelt.

Er habe kurz vor Feierabend gesehen, dass Schiffsteile und Schwimmwesten auf dem Strom vorbeigetrieben wurden, berichtet Rudolf Lang, der auf der schwimmenden Tankstelle „Rheintank Homberg” arbeitet. Mehr habe er nicht mitbekommen von der Havarie, sei aber froh, dass keine Menschen zu Schaden kamen.

Ein Motorschiff mit zwei Schubleichtern, beladen mit Containern und unterwegs von Antwerpen nach Karlsruhe, wollte das kleine Boot bis nach Lahnstein mitnehmen. Nach Angaben der Polizei muss die „P 7” einer Reederei in Magdeburg beim Ankoppeln an den 110 Meter langen Schubverband unter Wasser gedrückt worden und sofort gesunken sein.

Öl oder Diesel ist nicht ausgetreten – ein glücklicher Umstand. Denn das Auffangen von Öl wäre wegen der starken Strömung auf dem Rhein kaum möglich gewesen.

Bevor das Schubboot gehoben werden kann, muss es zunächst gesichert werden. „Wir werden es über Nacht mit Drähten fixieren, damit es nicht abtreibt. Beim Aufschlag könnten auch weitere Schäden entstanden sein”, erklärt Taucher Frank Stratenschulte, der sich als Erster das Schubboot aus der Nähe anschauen wird.

Ein Arbeitsschiff und ein Ponton der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung markierten die Unfallstelle, 20 Meter vom Ufer entfernt, etwa sechs bis acht Meter tief und außerhalb der 150 Meter breiten Fahrrinne.

Die Bergungsarbeiten begannen bereits am Freitagnachmittag. Die Hebung des Schubbootes durch das Spezialschiff „Grizzly” wird voraussichtlich erst Samstag stattfinden.


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