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Koppelwinde
Donnerstag, den 26. Juni 2008 um 20:35 Uhr
Koppelwinden dienen zum Verzurren von Schubschiffsverbänden in der Binnenschifffahrt.
Mit Hilfe eines Handrades wird eine Seiltrommel, auf der ein 3 cm dickes und 30 Meter langes Stahlseil aufgewickelt ist, angetrieben. Mit diesen Stahlseilen wird das Schubschiff und die antriebslosen Schubleichter untereinander zu einem stabilem Verband verbunden. Bei größeren Schubverbänden werden auch einzelne Schubleichter untereinander verbunden. Die Auslegung der Koppelwindenantriebe erfolgt nach zwei verschiedenen Kriterien. Zum einen nach der Zugkraft, um die Schubverbände am Anlieger oder im Hafen zusammenstellen zu können. Zum anderen nach einer wesentlich höheren Haltekraft, um eine sichere Verbindung während der Fahrt zu gewährleisten. Während sich der Handantrieb auf Schubleichtern bewährt hat, nutzt man auf Schubbooten überwiegend einen hydraulischen, teilweise auch elektrischen, Antrieb.
Häufig werden diese Windenantriebe manuell über ein großes Handrad oder über hydraulische Antriebe betätigt. Manuelle Antriebe erfordern mindestens zwei Personen. Da man auch in der Binnenschifffahrt gezwungen wird, Personalkosten zu reduzieren, geht diese Antriebsart bei neuen Anlagen oder Modernisierungsmaßnahmen heute stark zurück.
Hydraulische Antriebe sind ebenfalls rückläufig. Gründe dafür sind Umweltschutzaspekte und der hohe Aufwand für zusätzliche Systeme zur Erzeugung und Bereitstellung der Energie. Elektromechanische Windenantriebe bieten eine zeitgemäße Alternative zu Hydraulik und Handantrieb, sind aber kaum zu finden.

geschrieben von Michael Matrose damals auf dem Haniel12 , 09 July, 2011





