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Schubverband
Donnerstag, den 26. Juni 2008 um 20:31 Uhr
Das Schubboot wird mit den Schubleichtern zu einem Schubverband gekoppelt: Bei vier GSL in der Talfahrt wie auch in der Bergfahrt zwei nebeneinander plus zwei davor. Ein „Sechserverband“ (mit sechs GSL) in der Talfahrt drei nebeneinander plus drei davor. In der Bergfahrt jeweils 2 x 2 x 2 GSL. Je nach Größe und Anzahl der Leichter hat dieser Schubverband dann eine Tragfähigkeit von bis zu 16.000 Ladetonnen. Ein „Sechserverband“ (mit sechs GSL - nur auf dem Niederrhein zugelassen) fährt sowohl zu Berg als auch zu Tal mit sechs Schubleichtern.
Die Schubleichter, Typ Europa IIa, haben die Abmessung: 76,5 X 11,4 X 4,0 m und eine Tragfähigkeit von 2800 Tonnen. Die größtmögliche Abmessung für Schubverbände mit 6 Leichtern ist 269,5 x 22,8 m in der Bergfahrt, und 193,0 X 34,2 m in der Talfahrt. Je nach Wetterbedingung, starker Wind, verwendet man in der leeren Talfahrt als vorderste Leichter solche mit Kopfruder. Dieses wird vom Ruderhaus gesteuert und per Pressluftzylinder bewegt..
Ein zu Berg fahrender, leerer Schubverband mit vier Schubleichtern kann auf dem Fluss ab einem bestimmten Wasserstand (Rhein) auch zu Tal gewendet werden. Üblich, aber nicht regelmäßig ist es bei der Abfahrt zu Tal in Duisburg, dann aber mit einem „leeren“ Verband. Ein Schubverband, ob beladen oder leer, mit nur zwei Schubleichtern, kann auf dem Rhein ohne Problem zu Tal wenden oder zu Berg drehen. Die enorme Maschinenleistung, bis zu 6400 PS, (in der Regel zwei, bei großen Schubbooten drei Maschinen) erlaubt bei normaler Talfahrt ein Abbremsen innerhalb von ca. 800 - 1.000 m. Bei einer Notbremsung wird diese Strecke mit Hilfe der Heckanker auf ca. 400 - 500 m verkürzt.
Neben den oben beschriebenen großen Schubbooten gibt es eine große Anzahl kleinerer Boote, wie zum Beispiel den Toul, die nur ein oder zwei Leichter schieben, oder in den Häfen Schubverbände zusammenstellen. Eine besondere Form sind die Schlepp-Schubboote. Diese können sowohl schieben, wie auch schleppen. Es sind meist ältere Schleppboote, an die eine Schubbühne mit Koppelwinden angebaut wurde.






