Die EMO
EMO ist die Abkürzung für "Europees Massagoed Overslagbedrijf". Auf deutsch wäre es "Europäischer Massengut Umschlagsbetrieb".
Europees Massagoed-Overslagbedrijf (EMO) BV ist das größte Trockenmassengüterterminal in Europa und hat ihren Sitz seit 1973 auf der Maasvlakte in Rotterdam. Die Maasvlakte ist ein großes Industriegebiet das am Rand der Nordsee angelegt wurde und Teil des Hafens Rotterdam ist. Maasvlakte gehört zu der Gemeinde Rotterdam, obwohl diese 40 Kilometer entfernt ist. EMO ist auf den Umschlag und die Lagerung der Trockenmassengüter Kohle und Eisenerz spezialisiert.
Mit einer direkten Zufahrt zur Nordsee und einem Tiefgang von 23 m kann EMO sowohl Panamax-Schiffe als auch die größten Trockenmassengüterseeschiffe aller Schiffsart empfangen. Durch die 24-Stunden Dienstleistung (Tag und Nacht, 7 Tag der Woche) und einen Gesamtumschlag von gut 35 Millionen Tonnen Produkt trägt EMO zur Lieferungssicherheit von Eisenerz und Kohle für die europäische Stahl- und Elektrizitätsindustrie bei.
Der Umschlag von Massengütern der EMO beläuft sich bei Seeschiffen auf 5000 Tonnen pro Stunde. Binnenschiffe werden im Schnitt mit 2000 Tonnen pro Stunde (Bandverladung im Hartelhafen) beladen. Der Umschlag in Zügen mit der vollautomatischen Waggonbeladung beträgt 2500 Tonnen pro Stunde. Der EMO stehen 6 Mischsilos mit einer Kapazität von 6000 Tonnen zur Verfügung in der die verschiedensten Güter vermengt werden können. Hier werden überwiegend Kohlesorten für das nahe gelegene Karaftwerk E.ON Benelux aufbereitet.
Die Maasvlakte wurde schon in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts angelegt, 1973 legten dort die ersten Schiffe an. Für den Bau der Maasvlakte wurde ein Ringdeich angelegt und der Innenraum mit Sand aus der Nordsee aufgespült. In diesem Sand befinden sich noch viele Fossilien, häufig sind dort Fossiliensucher anzutreffen. Die wichtigsten Betriebe auf der Maasvlakte sind:
- Maasvlakte Olie Terminal
- das Delta Terminal der Europe Container Terminals, seit 1986
- APM Terminals, Containerterminal der Reederei Maersk
- das Kohlen- und Biomassenkraftwerk von E.ON Benelux
- Lyondell
- der Europees Massagoed Overslagbedrijf für den Umschlag von Erzen und Kohlen
An der Maasvlakte beginnen die Betuweroute und die Autobahn A15
Zweite Maasvlakte
2004 wurden die Pläne für die Tweede Maasvlakte genehmigt, die weiter in der Nordsee gebaut werden soll. Der geplante Ausbau mit einer Fläche von 2000 Hektar soll 2008 beginnen. Durch die Vergrößerung der Maasvlakte um 20 Prozent auf 6000 Hektar und den neuen Hafen verdreifacht sich die Umschlagskapazität für Container. Die Kosten werden sich auf rund drei Milliarden Euro belaufen.
Mitte 2007 wurden die letzten Betriebe, die sich auf Maasvlakte 2 niederlassen dürfen, ausgewählt. Die vierzehn ausgewählten Betriebe haben ein Konsortium unter dem Namen Rotterdam World Gateway gegründet. Es soll ein Containerterminal mit einer jährlichen Umschlagsmenge von vier Millionen TEU werden. Der Hafenbetrieb Rotterdam hat zur Bedingung gemacht, dass mindestens 45% der Container mit Binnenschiffen transportiert werden und 35% über Straßen. 2013 soll der neue Hafen seinen Betrieb aufnehmen.
Übersicht über den Hafen
Eine Übersicht über den Hafen Rotterdam, insbesondere dem Europort und die Maasflakte, bekommst Du auf den folgenden Bildern. Damit man auch anständig was erkennen kann habe ich diese extra so groß gelassen. Ich denke es lohnt sich und entschuldigt das scrollen auf kleinen Monitoren.
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Hafen Rotterdam |
Europort Maasvlakte |
Hafenanlage der EMO |
Hartelhafen |
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Bandverladung |
Schwimmkran |
Amazonashafen |
Der Dinosaurier |
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Luftbild der EMO |
Luftbild der Lichtwacht |
Luftbild Mississippihafen |
Weitere Bilder aus meiner Zeit auf dem Schubboot "Toul" im Hafendienst der EMO findest du in der Galerie Europort Bilder

















