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Neuer Liegehafen in Emmerich
Donnerstag, den 21. Mai 2009 um 13:58 Uhr
Die Berufsschiffer sollen bald in Emmerich vor Anker gehen können.
Wie Kai Trurnit, seit Februar 2008 Leiter des Außenbezirks Emmerich des Wasser- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Rhein, beim Besuch der Emmericher SPD am Sicherheitsenhafen erläuterte, sollen in dem bundeseigenen Gewässer insgesamt acht Binnenschiffe platziert werden. „Das Projekt ist über mehrere Jahre gediehen”, sagte Trurni und liege im beiderseitigen Interesse von Berufsschiffern und WSA.
Jeweils drei Schiffe sollen links und rechts eines Fußgänger-Landungsstegs anlegen können, zwei weitere Schiffe sollen einen Zugang an der Seite des Containerhafens bekommen. Ob auch noch eine Möglichkeit geschaffen wird, damit die Binnenschiffer ihre Autos an Land bringen können, ist noch nicht klar.
Der Baubeginn für den Liegehafen hat sich verzögert. Ursprünglich sollte schon im Herbst begonnen werden, nun geht's erst zum Jahreswechsel los. Wie Peter Schostok vom WSA Duisburg-Rhein erklärte, kostet die Maßnahme knapp eine Million Euro. „Es werden aber noch mehr Übernachtungshäfen gebaut”, sagte Schostok. Grundlage dafür sei eine Machbarkeitsstudie gewesen: „Das in ein Service für die Schifffahrt.” Eine gesetzliche Notwendigkeit dazu bestünde nicht.
Reizvoll
Die reizvolle Besonderheit in Emmerich besteht darin, dass sich der Sicherheitshafen mitten in der Stadt befindet, weshalb es in Politik und Verwaltung seit ca. 15 Jahren immer wieder Überlegungen gegeben hat, aus touristischen Motiven den Yachthafen von Hüthum citynah zu verlegen.
Solchen Versuchungen erteilte zumindest die SPD, die sich zuletzt intensiv mit der Aufwertung des Rheinparks beschätigt hat, eine Absage. „Das gehört hierhin”, gab SPD-Fraktionschef Rolf Diekman dem WSA quasi eine „Standort-Garantie”. Zumal eine Umsiedelung des Sicherheitshafens nach Dornick ausscheidet, weil der Pionierhafen mit der EU-Richtline „Flora, Fauna, Habitat” belegt ist und der Hafen auch nicht hochwasserfrei ist.
Bei der Baumaßnahme werden zunächst die Dalben gerammt. Das sind stählerne Haltekonstruktionen für Schiffe und Schwimmsteg. Damit man keine böse Überraschung erlebt, wird die Sohle mit Peilungen auf Kampfmittel untersucht.
Hier war erst im November eine 1 400 Kilogramm schwere Luftmine gefunden und entschärft worden.

Neuer Liegehafen in Emmerich
