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Arbeitgeber kündigt Angestellten wegen Handy aufladen

Montag, den 10. August 2009 um 10:37 Uhr

Jetzt wird es schräg:

Fristlose Kündigung wegen Stromdiebstahl.

Ein Arbeitgeber aus dem Ruhrgebiet hatte einem 52-jährigen Angestellten fristlos gekündigt, weil er sein Mobiltelefon regelmäßig in der Firma aufgeladen hatte.

Nach Meinung des Arbeitgebers handelte es sich dabei um Diebstahl, der eine fristlose Kündigung rechtfertige; das Laden eines Handyakkus kostet rund 0,015 Euro. Außerdem habe der Arbeitnehmer trotz bestehenden Verbots Fotos von seinem Arbeitsplatz gemacht, was aber in keinem Fall ein Grund für eine fristlose Kündigung wäre.

Der Angestellte klagte daraufhin vor dem Arbeitsgericht Oberhausen. Den Richtern dort reichte der Kündigungsgrund nicht aus, stattdessen schlugen sie eine Einigung vor: Der Arbeitnehmer hätte seinen Job behalten können, wenn er sich verpflichtet, sich künftig an die Vorschriften zu halten.

Der Arbeitgeber war mit dem Vorschlag nicht einverstanden. Ende Oktober 2009 hätte die Hauptverhandlung stattfinden sollen. Allerdings hat nun laut Pressemitteilung des Arbeitsgerichts vom 5. August 2009 das Unternehmen die Kündigung ohne Angabe von Gründen wieder zurückgezogen und sich bereiterklärt, die Gerichtskosten zu übernehmen.

Zum piepen, oder? Wegen 1,5 Cent pro Aufladen eines Handys fristlos gekündigt? Wegen den Fotos hätte ich das ja noch verstanden, es gibt sensible Bereiche die man nicht knipsen sollte.

Wie seht ihr das? Ist die Kündigung berechtigt gewesen? Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Kommentare (1)Add Comment
0
absolut ungerechtfertigt
geschrieben von LuckyStrike , 04 September, 2009
wenn das als berechtigter Kündigungsgrund durchgehen würde, dann könnte mal gleich einen AN fristlos kündigen, weil er 8 Sekunden lang seiner Arbeit nicht nachgegangen ist.... das ist in etwa der "Schaden" den er angerichtet hat.

(ändere oben im Artikel noch das 0,015 Cent in 0,015 Euro)

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